On-Page SEO

Bilder SEO: Alt-Tags, Dateinamen und Formate richtig optimieren

Bilder für SEO optimieren: Alt-Tags schreiben, richtige Formate wählen und Ladezeit verbessern. Praktische Anleitung mit Beispielen.

Bastian Lipka·3. Februar 2026·7 Min. Lesezeit

Bilder machen Webseiten lebendig. Aber sie können auch dein größter SEO-Bremsklotz sein — wenn sie falsch benannt, zu groß oder ohne Alt-Text eingebunden sind. In vielen SEO-Audits die wir durchführen sind Bildfehler unter den häufigsten Findings.

In diesem Artikel zeige ich dir wie du Bilder richtig für SEO optimierst. Von Dateinamen über Alt-Tags bis zum richtigen Format — alles was du wissen musst.

Warum ist Bilder-SEO wichtig?

Bilder-SEO hat drei direkte Auswirkungen:

1. Google Bildersuche. Die Google-Bildersuche ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Optimierte Bilder können dort ranken und dir zusätzlichen Traffic bringen.

2. Ladezeit. Bilder sind oft die größten Dateien auf einer Webseite. Unkomprimierte Bilder verlangsamen deine Seite — und langsame Seiten ranken schlechter. Mehr dazu in unserem Artikel Website-Ladezeit verbessern.

3. Barrierefreiheit. Alt-Texte werden von Screenreadern vorgelesen. Ohne sie ist deine Seite für sehbehinderte Menschen nicht zugänglich. Google bewertet Barrierefreiheit zunehmend als positives Signal.

Dateinamen richtig benennen

Der Dateiname deines Bildes ist das erste was Google über den Bildinhalt erfährt. Mach es beschreibend.

Schlecht:

  • IMG_4832.jpg
  • foto1.png
  • screenshot-2026-01-15.png

Gut:

  • sauerteigbrot-auf-holzbrett.jpg
  • elektriker-steckdose-installieren.jpg
  • buero-team-meeting-hamburg.jpg

Regeln:

  • Beschreibe was auf dem Bild zu sehen ist
  • Verwende Bindestriche statt Unterstriche oder Leerzeichen
  • Baue dein Keyword ein wenn es passt (nicht erzwingen)
  • Nur Kleinbuchstaben
  • Keine Sonderzeichen oder Umlaute im Dateinamen
Benenne deine Bilder um BEVOR du sie hochlädst. Nachträglich den Dateinamen zu ändern führt zu kaputten Links und verlorenen Rankings.

Alt-Tags richtig schreiben

Der Alt-Tag (auch Alt-Text oder Alt-Attribut) beschreibt den Inhalt des Bildes in Textform. Er wird angezeigt wenn das Bild nicht geladen werden kann und von Screenreadern vorgelesen.

Gute Alt-Tag-Beispiele

| Bild zeigt | Schlecht | Gut | |---|---|---| | Tasse Kaffee auf Schreibtisch | alt="bild" | alt="Tasse Cappuccino auf Holzschreibtisch neben Laptop" | | Team bei der Arbeit | alt="" | alt="Fünf Mitarbeiter besprechen Projekt am Whiteboard" | | Produkt: Rote Schuhe | alt="schuhe kaufen günstig" | alt="Rote Laufschuhe Nike Air Max auf weißem Hintergrund" |

Alt-Tag Regeln

  • Beschreibend: Sag was auf dem Bild zu sehen ist
  • Kurz: 5-15 Wörter reichen. Maximal 125 Zeichen
  • Keyword einbauen: Wenn es natürlich passt, nicht erzwingen
  • Kein "Bild von...": Google weiß dass es ein Bild ist. Starte direkt mit der Beschreibung
  • Jedes Bild: Auch dekorative Bilder sollten einen Alt-Tag haben (ggf. alt="" für rein dekorative)
Stopfe keine Keywords in Alt-Tags. alt="SEO SEO-Optimierung SEO-Agentur SEO-Beratung" ist Keyword-Stuffing und wird von Google bestraft. Beschreibe einfach was man sieht.

Das richtige Bildformat wählen

Die Wahl des Formats hat großen Einfluss auf Dateigröße und Qualität:

WebP — Der neue Standard

WebP ist das empfohlene Format für die meisten Bilder im Web. Es bietet:

  • 25-35% kleinere Dateien als JPEG bei gleicher Qualität
  • Transparenz-Unterstützung (wie PNG)
  • Wird von allen modernen Browsern unterstützt

AVIF — Noch besser, aber weniger verbreitet

AVIF komprimiert noch stärker als WebP (bis zu 50% kleiner als JPEG). Die Browserunterstützung wächst, ist aber noch nicht universal.

Wann welches Format?

| Format | Empfehlung | |---|---| | WebP | Standardformat für alle Bilder | | AVIF | Wenn du maximale Kompression willst | | JPEG | Fallback für alte Browser | | PNG | Nur für Grafiken mit Text oder scharfen Kanten | | SVG | Für Logos und Icons |

Bilder komprimieren

Unkomprimierte Bilder sind der häufigste Grund für langsame Webseiten. Ein Foto direkt von der Kamera kann 5-10 MB groß sein. Für die Webseite reichen in der Regel 50-200 KB.

Fotografen können mit guter Bilder-SEO und lokaler Optimierung viele Kunden gewinnen. Unser Guide: SEO für Fotografen.

Für Onlineshops haben wir einen spezialisierten Guide: Produktbilder SEO.

Mit Lazy Loading verbesserst du die Ladezeit deiner Seite, da Bilder erst geladen werden, wenn sie sichtbar werden.

Richtwerte:

  • Hero-Bilder: maximal 200 KB
  • Content-Bilder: maximal 100 KB
  • Thumbnails: maximal 30 KB

Kostenlose Komprimierungs-Tools:

  • Squoosh (squoosh.app) — Googles Tool, sehr gute Kontrolle
  • TinyPNG (tinypng.com) — Einfach und schnell
  • ShortPixel (shortpixel.com) — WordPress-Plugin
0
Gut
Verbesserungsbedarf

Lazy Loading einsetzen

Lazy Loading bedeutet: Bilder werden erst geladen wenn der Nutzer zu ihnen scrollt. Das verbessert die initiale Ladezeit erheblich, besonders bei Seiten mit vielen Bildern.

In modernem HTML reicht ein einziges Attribut:

<img src="bild.webp" alt="Beschreibung" loading="lazy" />

Die meisten CMS und Frameworks unterstützen Lazy Loading inzwischen standardmäßig. Prüfe ob es bei dir aktiviert ist.

Wichtig: Das erste sichtbare Bild (above the fold) sollte NICHT lazy geladen werden — es soll sofort angezeigt werden.

Bilddimensionen angeben

Gib immer Breite und Höhe deiner Bilder an. Ohne diese Angaben "springt" die Seite beim Laden — ein Layout-Shift der den Core Web Vital CLS verschlechtert.

<img src="bild.webp" alt="Beschreibung" width="800" height="600" />

Mehr zu Core Web Vitals findest du in unserem Artikel Core Web Vitals verbessern.

Responsive Bilder

Liefere verschiedene Bildgrößen für verschiedene Bildschirmgrößen. Ein 2000px breites Bild auf einem 400px breiten Smartphone zu laden ist Verschwendung.

<img
  srcset="bild-400.webp 400w, bild-800.webp 800w, bild-1200.webp 1200w"
  sizes="(max-width: 600px) 400px, (max-width: 1000px) 800px, 1200px"
  src="bild-800.webp"
  alt="Beschreibung"
/>

Checkliste: Bilder-SEO

Prüfe für jedes Bild auf deiner Webseite:

  • Beschreibender Dateiname (Bindestriche, Kleinbuchstaben)?
  • Alt-Tag vorhanden und beschreibend?
  • Format: WebP oder AVIF?
  • Komprimiert (unter 200 KB)?
  • Lazy Loading aktiviert (außer above the fold)?
  • Breite und Höhe angegeben?
  • Responsive Bilder für verschiedene Bildschirmgrößen?

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Fazit

Bilder-SEO ist einer der am häufigsten vernachlässigten Bereiche — und gleichzeitig einer der einfachsten zu optimieren. Richtige Dateinamen, Alt-Tags, WebP-Format und Komprimierung sind in ein paar Stunden erledigt und können sowohl dein Ranking als auch deine Ladezeit deutlich verbessern.

Starte mit den Bildern auf deinen wichtigsten Seiten: Startseite, Leistungsseiten und die meistbesuchten Blogartikel. Den Rest machst du nach und nach.

Und wenn du wissen willst wie deine Webseite insgesamt im Bereich Bildoptimierung abschneidet: Shade SEO prüft das als eines der 6 Analyse-Module automatisch.

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