SEO Grundlagen

Do-Follow vs. No-Follow Links: Was ist der Unterschied?

Do-Follow und No-Follow Links spielen eine wichtige Rolle für SEO. Erfahre den Unterschied und wann du welchen Link-Typ nutzt.

Bastian Lipka·11. Januar 2026·5 Min. Lesezeit

Nicht jeder Link ist gleich. Manche Links geben Ranking-Power an die verlinkte Seite weiter, andere tun das nicht. Der Unterschied zwischen Do-Follow und No-Follow Links ist einer der Grundbausteine im Linkbuilding. Wer ihn versteht, kann gezielter an seinem Backlink-Profil arbeiten.

In diesem Artikel erkläre ich dir den Unterschied zwischen den Link-Typen, wie du sie erkennst und wann welcher Typ sinnvoll ist.

Was ist ein Do-Follow Link?

Ein Do-Follow Link ist der Standard-Link im Internet. Wenn du einen normalen Link setzt, ist er automatisch Do-Follow. Das bedeutet: Google folgt diesem Link und überträgt einen Teil der Autorität (auch „Link Juice" genannt) von der verlinkenden Seite auf die verlinkte Seite.

Do-Follow Links sind das, was du beim Backlinks aufbauen anstrebst. Je mehr hochwertige Do-Follow Links auf deine Seite zeigen, desto mehr Vertrauen signalisiert das an Google. Im HTML-Code sieht ein Do-Follow Link einfach so aus:

<a href="https://beispiel.de">Linktext</a>

Es gibt kein spezielles Do-Follow-Attribut. Das Fehlen eines No-Follow-Attributs macht den Link automatisch zu einem Do-Follow Link.

Was ist ein No-Follow Link?

Ein No-Follow Link enthält das Attribut rel="nofollow" im HTML-Code. Damit signalisiert der Webseitenbetreiber an Google: „Folge diesem Link nicht, und übertrage keine Ranking-Power."

<a href="https://beispiel.de" rel="nofollow">Linktext</a>

Google hat 2005 das No-Follow-Attribut eingeführt, um Spam in Blog-Kommentaren und Foren einzudämmen. Seitdem hat sich seine Verwendung deutlich ausgeweitet.

Seit 2019 behandelt Google das No-Follow-Attribut als „Hinweis" statt als strikte Anweisung. Das bedeutet: Google kann sich entscheiden, einem No-Follow Link trotzdem zu folgen und ihn für das Ranking zu berücksichtigen.

Die erweiterten Link-Attribute: sponsored und ugc

Neben dem klassischen No-Follow gibt es seit 2019 zwei weitere Attribute, die Google eingeführt hat:

rel="sponsored"

Dieses Attribut kennzeichnet Links, die im Rahmen von Werbung, Sponsoring oder bezahlten Partnerschaften entstanden sind. Wenn du für einen Link bezahlt hast oder eine Gegenleistung erhalten hast, solltest du rel="sponsored" verwenden.

<a href="https://beispiel.de" rel="sponsored">Werbepartner</a>

rel="ugc"

UGC steht für „User Generated Content" – also Inhalte, die von Nutzern erstellt werden. Dieses Attribut ist für Links in Kommentaren, Forenbeiträgen und ähnlichen Bereichen gedacht.

<a href="https://beispiel.de" rel="ugc">Nutzerlink</a>

Kombinationen sind möglich

Du kannst die Attribute auch kombinieren. Ein bezahlter Link in einem Kommentar könnte zum Beispiel so aussehen:

<a href="https://beispiel.de" rel="nofollow sponsored">Link</a>

Wie prüfst du ob ein Link Do-Follow ist?

Es gibt mehrere Wege, den Link-Typ zu überprüfen. Die gängigsten Methoden sind schnell und unkompliziert.

Quellcode prüfen

Klicke mit der rechten Maustaste auf den Link und wähle „Untersuchen" oder „Element untersuchen". Im geöffneten Entwickler-Tool siehst du den HTML-Code des Links. Enthält er rel="nofollow", rel="sponsored" oder rel="ugc", ist er kein Do-Follow Link. Fehlt das rel-Attribut oder steht dort etwas anderes, ist er Do-Follow.

Browser-Erweiterungen nutzen

Es gibt kostenlose Browser-Erweiterungen, die No-Follow Links farblich markieren:

  • NoFollow Simple für Chrome
  • SEO Minion für Chrome und Firefox
  • MozBar von Moz

Diese Tools markieren No-Follow Links automatisch auf jeder Seite, die du besuchst. Das spart viel Zeit bei der Analyse.

SEO-Tools verwenden

Professionelle SEO-Tools wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix zeigen dir bei der Backlink-Profil-Analyse direkt an, welche Links Do-Follow und welche No-Follow sind. Auch ein kostenloser SEO-Check kann dir einen Überblick über dein Linkprofil geben.

Wann sind No-Follow Links sinnvoll?

No-Follow Links sind nicht nutzlos. Es gibt mehrere Situationen, in denen sie die richtige Wahl sind.

Bezahlte Links und Werbung

Wenn du für einen Link bezahlst – sei es durch Geld, Produkte oder andere Gegenleistungen – muss er als No-Follow oder Sponsored gekennzeichnet sein. Tust du das nicht, riskierst du eine manuelle Abstrafung von Google.

Bezahlte Do-Follow Links verstoßen gegen die Google-Richtlinien. Wenn Google entdeckt, dass du für Links bezahlst, ohne sie als sponsored zu kennzeichnen, kann deine gesamte Domain an Sichtbarkeit verlieren.

User Generated Content

Kommentare in Blogs, Forenbeiträge und Gästebuch-Einträge sollten immer No-Follow oder UGC sein. Du hast keine Kontrolle darüber, wohin Nutzer verlinken. Ohne No-Follow würdest du ungewollt für Spam-Seiten bürgen.

Nicht vertrauenswürdige Quellen

Wenn du auf eine Seite verlinkst, der du nicht vollständig vertraust, oder wenn du eine Quelle als Negativbeispiel anführst, ist No-Follow sinnvoll. Du verlinkst den Kontext, ohne die Seite mit deiner Autorität zu unterstützen.

Affiliate-Links

Affiliate-Links sollten immer als No-Follow oder Sponsored gekennzeichnet sein. Das gilt für Amazon-Partnerprogramme genauso wie für andere Affiliate-Netzwerke.

Bedeutung für dein Linkbuilding

Für eine erfolgreiche SEO-Strategie solltest du beide Link-Typen in deinem Profil haben. Ein natürliches Backlink-Profil besteht immer aus einer Mischung von Do-Follow und No-Follow Links.

Do-Follow Links sind das Hauptziel

Beim aktiven Linkbuilding strebst du primär Do-Follow Links an. Sie übertragen Autorität und helfen deinen Rankings direkt. Hochwertige Do-Follow Links von themenrelevanten, autoritären Seiten sind der heilige Gral im SEO.

No-Follow Links haben trotzdem Wert

Auch wenn No-Follow Links keine direkte Ranking-Power übertragen, bringen sie andere Vorteile:

  • Traffic: Ein No-Follow Link auf einer stark besuchten Seite bringt dir Besucher
  • Markenbekanntheit: Jede Erwähnung deiner Seite stärkt deine Marke
  • Natürliches Profil: Ein Backlink-Profil aus 100 % Do-Follow Links wirkt unnatürlich
  • Indexierung: Google kann No-Follow Links trotzdem zum Entdecken neuer Seiten nutzen

Das richtige Verhältnis

Es gibt keine perfekte Quote. Studien zeigen, dass die meisten natürlichen Backlink-Profile zwischen 60 % und 80 % Do-Follow Links haben. Wichtiger als die Quote ist die Qualität der einzelnen Links.

Fazit

Der Unterschied zwischen Do-Follow und No-Follow Links ist fundamental für das Verständnis von Linkbuilding und SEO. Do-Follow Links übertragen Ranking-Power, No-Follow Links tun das nicht direkt – sind aber trotzdem wertvoll.

Konzentriere dich beim Linkaufbau auf hochwertige Do-Follow Links, aber ignoriere No-Follow Links nicht. Ein natürliches, vielfältiges Backlink-Profil ist langfristig der beste Weg zu stabilen Rankings.

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