Lighthouse Audit: Performance und SEO deiner Webseite testen
Google Lighthouse prüft Performance, SEO und Barrierefreiheit kostenlos. So führst du einen Audit durch und verbesserst deinen Score.
Google Lighthouse ist ein kostenloses Analyse-Tool, das deine Webseite auf Performance, SEO, Barrierefreiheit und mehr prüft. Es liefert dir einen konkreten Score und sagt dir genau, was du verbessern kannst. Das Beste: Du brauchst dafür keine teure Software und kein technisches Vorwissen.
In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du einen Lighthouse Audit durchführst, was die Ergebnisse bedeuten und wie du deinen Score gezielt verbesserst.
Was ist Google Lighthouse?
Lighthouse ist ein Open-Source-Tool von Google, das die Qualität deiner Webseite automatisch prüft. Es simuliert einen Seitenbesuch — sowohl auf einem mobilen Gerät als auch auf dem Desktop — und bewertet dabei verschiedene Aspekte deiner Seite.
Ursprünglich war Lighthouse ein Tool für Entwickler. Mittlerweile ist es so benutzerfreundlich, dass jeder es verwenden kann. Google nutzt viele der Lighthouse-Metriken auch intern für die Bewertung von Webseiten, was das Tool besonders relevant für SEO macht.
Wo findest du Lighthouse?
Es gibt mehrere Wege, einen Lighthouse Audit durchzuführen. Alle sind kostenlos.
Chrome DevTools
Der schnellste Weg: Öffne deine Webseite in Google Chrome, klicke mit der rechten Maustaste auf die Seite und wähle "Untersuchen". Gehe dann auf den Tab "Lighthouse" und klicke auf "Seitenaufruf analysieren".
PageSpeed Insights
Unter pagespeed.web.dev kannst du einfach eine URL eingeben und bekommst einen vollständigen Lighthouse-Report. Das ist der einfachste Weg, wenn du keine technischen Tools verwenden möchtest. Die Ergebnisse für PageSpeed Insights verbessern basieren direkt auf Lighthouse-Daten.
Web.dev
Auf web.dev/measure bietet Google eine ähnliche Oberfläche an, die zusätzliche Tipps und Lernressourcen verlinkt.
Die 5 Kategorien im Lighthouse Audit
Lighthouse bewertet deine Webseite in fünf Bereichen, jeweils mit einem Score von 0 bis 100.
1. Performance
Die Performance-Kategorie misst, wie schnell deine Seite lädt. Sie umfasst Metriken wie Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID), Cumulative Layout Shift (CLS) und andere Core Web Vitals. Ein guter Performance-Score ist entscheidend, weil Ladezeit sowohl das Nutzererlebnis als auch dein Google-Ranking beeinflusst.
2. Accessibility (Barrierefreiheit)
Hier prüft Lighthouse, ob deine Webseite für alle Menschen zugänglich ist. Das umfasst Kontrastverhältnisse, Alt-Texte für Bilder, korrekte Überschriftenstruktur und Tastaturnavigation. Barrierefreiheit wird nicht nur zunehmend gesetzlich gefordert, sie verbessert auch die allgemeine Nutzererfahrung.
3. Best Practices
Diese Kategorie prüft allgemeine Web-Standards: HTTPS-Verwendung, sichere JavaScript-Bibliotheken, korrekte Bildformate und mehr. Es geht um technische Grundlagen, die jede moderne Webseite erfüllen sollte.
4. SEO
Der SEO-Bereich prüft grundlegende Suchmaschinenoptimierung. Lighthouse kontrolliert unter anderem ob Meta-Tags vorhanden sind, die Seite indexierbar ist, Links beschreibende Texte haben und die Schriftgröße auf mobilen Geräten lesbar ist.
5. PWA (Progressive Web App)
Diese Kategorie ist nur relevant, wenn du eine Progressive Web App baust. Für die meisten Webseiten und Blogs kannst du diesen Bereich ignorieren.
Einen Audit durchführen: Schritt für Schritt
So gehst du vor, um einen aussagekräftigen Lighthouse Audit zu erstellen.
Schritt 1: Öffne pagespeed.web.dev in deinem Browser.
Schritt 2: Gib die URL der Seite ein, die du testen möchtest. Teste nicht nur die Startseite, sondern auch wichtige Unterseiten wie Produktseiten, Blogartikel oder Kontaktseiten.
Schritt 3: Warte auf die Analyse. Lighthouse simuliert einen Seitenbesuch und führt über 100 einzelne Prüfungen durch. Das dauert normalerweise 15-30 Sekunden.
Schritt 4: Schau dir die Ergebnisse an. Du siehst die Scores für jede Kategorie und darunter eine Liste konkreter Verbesserungsvorschläge, sortiert nach Priorität.
Schritt 5: Arbeite die Vorschläge ab, beginnend mit den Punkten die den größten Einfluss haben. Lighthouse zeigt dir, wie viele Sekunden oder Punkte du durch jede Maßnahme gewinnen kannst.
Die wichtigsten SEO-Checks in Lighthouse
Lighthouse prüft im SEO-Bereich unter anderem folgende Punkte:
- Meta-Description vorhanden: Jede Seite braucht eine einzigartige Meta-Description
- Title-Tag vorhanden und richtige Länge: Der Seitentitel sollte zwischen 30 und 60 Zeichen lang sein
- hreflang-Tags: Bei mehrsprachigen Seiten müssen diese korrekt gesetzt sein
- robots.txt gültig: Die Datei darf keine Fehler enthalten
- Links haben beschreibende Texte: "Hier klicken" ist schlecht, "SEO-Anleitung lesen" ist gut
- Seite ist mobil-optimiert: Schriftgrößen, Tap-Targets und Viewport sind korrekt
Den Score richtig interpretieren
Viele Webseitenbetreiber stressen sich über einen Score von 85 oder 90 statt 100. Das ist meistens unnötig. Hier ist eine realistische Einordnung:
- 90-100 (grün): Gut. Hier gibt es wenig zu optimieren.
- 50-89 (orange): Verbesserungsbedarf. Arbeite die Vorschläge von oben nach unten ab.
- 0-49 (rot): Dringender Handlungsbedarf. Hier verlierst du wahrscheinlich Besucher und Rankings.
Ein Performance-Score von 100 auf mobilen Geräten ist für die meisten Webseiten unrealistisch, besonders wenn sie Bilder, Videos oder Third-Party-Scripts verwenden. Ziele auf einen Score von 80 oder höher — das reicht für ein gutes Nutzererlebnis und gute Rankings.
Tipps zur Verbesserung der häufigsten Probleme
Performance verbessern
- Bilder komprimieren: Das ist fast immer der größte Hebel. Nutze WebP-Format und lade Bilder in der richtigen Größe hoch.
- Nicht genutztes CSS und JavaScript entfernen: Viele Themes und Plugins laden Code, der gar nicht gebraucht wird.
- Lazy Loading aktivieren: Bilder und Videos unterhalb des sichtbaren Bereichs sollten erst geladen werden, wenn der Nutzer dorthin scrollt.
- Server-Antwortzeit optimieren: Ein schneller Hosting-Provider macht einen enormen Unterschied.
SEO-Score verbessern
- Fehlende Meta-Tags ergänzen: Title und Description für jede Seite
- Alt-Texte für alle Bilder hinzufügen: Beschreibend und mit relevanten Keywords
- Link-Texte verbessern: Weg von "hier klicken", hin zu beschreibenden Ankertexten
Viele dieser Punkte findest du auch in den kostenlosen SEO-Tools für 2026, die dir bei der Umsetzung helfen. Wenn du wissen möchtest, wie deine Webseite insgesamt abschneidet, nutze den kostenlosen SEO-Check von SEOshade für eine umfassende Analyse.
Regelmäßig testen
Ein Lighthouse Audit ist keine einmalige Sache. Teste deine Webseite mindestens einmal im Monat, besonders nach größeren Änderungen wie einem Relaunch, neuen Plugins oder dem Hinzufügen umfangreicher Inhalte. So erkennst du Probleme frühzeitig und kannst gegensteuern, bevor sie sich auf dein Ranking auswirken.
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